ACTION

auf dem Land und in der Stadt

Internationales Jugendprojekt vom 29. Juni bis 6. Juli 2018 - ein Artikel von Martin Bock.

Foto: Jugendhilfe Cottbus e.V. (JHCB e.V.)Neun Jugendliche der Paul-Werner–Oberschule, ihre Lehrerin Christina Bergunde und Martin Bock vom Jugendhilfe Cottbus e.V. / Fanprojekt starteten den 3. Teil ihres trinationalen Austauschprojektes. Ihre erste Station führte sie nach Brüssel. Der französische Heimatort Donchery der gastgebenden Jugendlichen liegt in den Ardennen im Osten Frankreichs und ist nur zwei Autostunden von der belgischen Hauptstadt entfernt. „Wir haben uns sehr auf diesen Austausch gefreut und waren gespannt, was nach den Treffen in Sarajevo, Cottbus / Blossin und nun in Frankreich schon alles erreicht worden ist. Denn es geht ja darum, dass wir uns selbst in unserer Stadt einbringen wollen und Dinge verändern können“, sagt Vanessa Lange.

Action auf dem Land und in der Stadt widmet sich dem Engagement junger Menschen in ihrer Umgebung. Die Teilnehmer lernen in den drei Partnerländern (Frankreich, Bosnien und Deutschland) verschiedenste Aktivitäten von und für Jugendliche kennen. Sie treffen sich mit Experten und werden selber zu welchen. Mit dem Besuch des Europaparlaments in Brüssel konnten alle erfahren, wie Beteiligung auf großer Bühne funktioniert. In der anschließenden Woche sahen sie, welche Möglichkeiten die französischen Jugendlichen in ihrem Heimatort Donchery haben. In dem kleinen Ort mit circa 2.000 Einwohnern lernten die jungen Besucher aus Deutschland den Jugendklub, diversere Sportstätten sowie das Maison d’enfants EC-CO (franz. das Haus der Kinder) kennen. „Dass es in so einem kleinen Ort so viele Möglichkeiten für Jugendliche gibt, hätte ich nicht gedacht“, stellte Nils Schaefer fest. In einer Ideenwerkstatt trugen die Jugendlichen ihre Gedanken zusammen, was ihrer Ansicht nach noch verbessert und ausgebaut werden könnte.

Bei einem historischen Stadtrundgang wurde allen klar, wie wichtig freundschaftliche Verbindungen sind, da Donchery von vielen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und Frankreich in der Vergangenheit betroffen war. Das Deutsch-Französische-Jugendwerk (DFJW) fördert seit über 50 Jahren Begegnungen zwischen den Jugendlichen beider Länder auch aus diesem Grund.

Ein Höhepunkt dieser Begegnung war die Einladung der bosnischen und deutschen Gruppe in die Familien der französischen Teilnehmer zu einem ausgiebigen Abendmahl. „Es war einfach nur toll. Die französischen Eltern sind so gastfreundlich und großzügig und wir haben uns super verstanden, auch wenn nicht alle die Sprache des anderen sprechen“, sagte Antonia Schüßling und die anderen Teilnehmer konnten nur begeistert zustimmen. Darüber hinaus wartete ein spannendes Programm auf die Jugendlichen mit einem Empfang beim Bürgermeister, einem Ausflug nach Paris und weiteren gemeinsamen Aktivitäten.

Daniel Schomber meinte: „Wir sind froh, dass wir bei diesem Projekt mitmachen konnten, denn nun wollen wir in Cottbus weitermachen. Zusammen mit unserer Lehrerin und dem Sozialarbeiter von der Jugendhilfe möchten wir etwas in Cottbus für Jugendliche verändern.“ Im Rahmen von „OPENION – Bildung für eine starke Demokratie“ können die Jugendlichen ihre Ideen im neuen Schuljahr weiter voranbringen. Das Programm wird von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung gefördert.
Die internationale Jugendbegegnung ist das gemeinsame Produkt des brandenburger Jugendbildungszentrums Blossin e. V., der Jugendhilfe Cottbus e. V. und nicht zu vergessen der Partnerorganisationen aus Frankreich und Bosnien-Herzegowina.

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