WIEDERSEHEN NACH 10 JAHREN

Am vergangenen Donnerstag, den 19.09.19 besuchte uns unsere erste Erasmus-Freiwillige, Seval aus Ankara. Seval absolvierte von 2009-2010 bei uns einen europäischen Freiwilligendienst. Wir hatten uns einiges zu erzählen. Zum Freiwilligendienst hatte sie folgende Erinnerungen.

Wenn du an deinen Freiwilligendienst zurückdenkst, welche Erinnerungen sind dir geblieben?

Seval: Ich habe unzählige wertvolle Erinnerungen. Am schönsten waren die Erinnerungen an die Arbeit mit Menschen aus verschiedenen Kulturen und die unterstützende Haltung meiner deutschen Kollegen. Als ich anfing, konnte ich kein Deutsch, aber ich wurde immer ermutigt. Es war schön, dass die Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, geduldig, aber mit Nachdruck unterstützt haben, und heute kann ich das auch gut Wertschätzen.

Hat der Freiwilligendienst einen Einfluss auf dein Leben gehabt?

Seval: Die EFD-Erfahrung hatte großen Einfluss auf mein Leben. Die Erfahrung, mit Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenzuarbeiten, in einem anderen Land zu leben, eine neue Sprachen zu lernen und andere wertvolle Fähigkeiten zu erwerben, die ich durch den EFD erworben habe, hat mein Interesse an internationalen Projekten gesteigert.
Nach dem europäischen Freiwilligendienst begann ich im türkischen Ministerium für Familie, Arbeit und Soziales zu arbeiten und führte viele internationale Projekte mit Institutionen aus anderen Ländern durch. Weil mir der EFD Mut gab, sich auch unbekannten Herausforderungen zu stellen.

Was würde deiner Meinung passieren, wenn es keinen (europäischen) Freiwilligendienst mehr gebe?

Seval: Das Fehlen von EFD hätte dazu geführt, dass die folgende Kette in meinem Leben nicht existiert hätte:
Nach meiner Ingenieurausbildung war der Freiwilligendienst für mich eine unvergessliche soziale Erfahrung, und als ich mit den gesammelten Projekterfahrungen in mein Heimatland zurückkehrte, wandte sich meine Karriere internationalen Projekten zu. Nachdem ich meine berufliche Laufbahn beim Ministerium begonnen hatte, beantragte ich die Akkreditierung meiner Einrichtung als Eurodesk-Kontaktstelle und begann dann, meine EFD-Erfahrungen in den von mir gehaltenen Seminaren mit jungen Menschen zu teilen.
Und ich kenne viele junge Menschen wie mich, die nach ihren EFD-Erfahrungen ihren eigenen Weg in ihr Berufsleben geebnet und sogar eigene NGOs in diesem Bereich gegründet haben.
Kurz gesagt, ohne EFD hätten wir wohl ein ganz normales Arbeitsleben

Was würdest du jungen Menschen empfehlen?

Seval: Ich denke, die Erfahrung der Freiwilligenarbeit ist ein sehr wichtiges Detail, das vor dem Beginn des Berufslebens erworben werden sollte.
Heute biete ich jungen Menschen die Möglichkeit, andere Kulturen kennenzulernen und Erfahrungen zu sammeln, die ihre Sicht auf die Welt verändern und gleichzeitig ihre persönliche Entwicklung fördern.

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