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Eine deutsch-französische Jugendbegegnung am Wasser

(LR) 17. April 2017: Das interkulturelle Abenteuer beginnt! Mit ihren Boardkarten fahren die Schülerinnen und Schüler der Paul Dessau Schule zum Flughafen Schönefeld, wo ein Flugzeug nach Paris auf sie wartet. In Paris angekommen, wurden sie von einigen französischen Teilnehmenden abgeholt und fuhren in zwei Kleinbussen weitere 400 Kilometer nach Chalonnes, einer kleinen Stadt in Westfrankreich.

Während der Stunden im Bus wurden schon die ersten Kontakte zwischen den deutschen Teilnehmenden geknüpft. Als die Gruppe die Jugendherberge in Chalonnes-sur-Loire erreicht, warten bereits die französischen Teilnehmenden auf sie. Die beiden Französinnen Camille und Eloise lernen die deutsche Sprache in der Schule und freuen sich schon sehr, Jugendliche aus Brandenburg kennenzulernen und eine gemeinsame Woche zu verbringen. Mit Hilfe der englischen Sprache und der Neugier auf die andere Kultur wurde der erste schüchterne Austausch schnell überwunden. „Ich hatte Angst, Probleme wegen mangelnder Sprachkenntnisse zu haben. Man hat aber bemerkt, dass man auch klarkommen kann, wenn man kein Wort Französisch kann“, Elias. Michelle und Elizabeth haben ihre eigene Strategie entwickelt: „Englisch, Französisch, mit Händen und Füßen!“. „Den Google Übersetzer haben wir gar nicht genutzt, wir haben andere Lösungen gefunden!“, Éloïse. „Wir haben uns ganz schnell und erfolgreich angepasst“, Paul.

Nach der Vorstellung und der Verteilung der Zimmer konnte die interkulturelle Austauschwoche zum Thema Wasser beginnen. Jeder Morgen fing mit Sprachanimation an. Dann wurden mehrere Aktivitäten durchgeführt, wo Spiele und Sport gemischt wurden, um die verschiedenen Kulturen und Lebensweisen zu entdecken. „Wir haben Startrampen für Wasserraketen gebaut, die wir an eine jüngere Gruppe gegeben haben“, Camille. „Wir haben eine Wasserrakete gebaut“, Michelle und Elisabeth.

Mit dem Bau der Wasserraketen, den Rallyes in der Stadt Nantes und den interkulturellen Workshops konnten die Teilnehmenden jeweils die französische Kultur und die deutsche Kultur vorurteilsfrei kennenlernen. Die französischen Jugendlichen haben zum Beispiel deutsche Musik kennengerlernt. „Die deutsche Musik finde ich gut! Vor allem Auf uns (Andreas Bourani, WM-Lied)“, Paul. „Die Klischees, die wir kennen, stimmen gar nicht“, konnte Adrien über sein Treffen mit den Jugendlichen aus Deutschland feststellen.
Was das Essen angeht, gab es auch jede Mende Überraschungen. Michelle und Elisabeth durften zum ersten Mal die in dieser französischen Region sehr berühmte Rinderzunge essen: „Das war etwas total Neues für uns! Und für alle Mahlzeiten gab es Vorspeise, Hauptgerichte, Dessert und immer Baguette zu essen!“. Die zubereiteten Currywürste waren für den jungen Franzosen Adrien geschmacklich sehr überraschend.

Nach einer Bilanz dieser Woche sind sich alle einig: der erste Teil des Austausches ist ein Erfolg und bis zum Wiedersehen in Blossin Angang Juli 2017 werden die Tage gezählt. „Es ist sicher, dass wir morgen bei der Abreise weinen werden. Wir haben so viel über die anderen und die anderen Kulturen gelernt“, Éloïse.

Die Schülerinnen und Schüler der Paul Dessau Schule werden sich im Mai 2017 treffen, um das Programm der nächsten Begegnung vorzubereiten. „Wir hoffen, dass wir der Gruppe aus Frankreich ein ebenso tolles Programm anbieten können wie jenes, dass wir in Frankreich erleben konnten“, Elias.

 

                    

Dieses Projekt wurde vom Jugendbildungszentrum Blossin und der Paul Dessau Schule in Zeuthen organisiert, in Kooperation mit dem Jugendbereich des Centre Social du Chemillois. Das Projekt wird durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) unterstützt im Rahmen des Programms „Fokus“, welches sich gezielt an Schulen und Vereine wendet und die Kooperation von schulischer und außerschulischer Jugendarbeit im deutsch-französischen Austausch initiiert und finanziell unterstützt.

Die Schülerinnen und Schüler der Paul Dessau Schule werden sich bald treffen, um das Programm des nächsten Treffens zu erarbeiten. Sie möchten gemeinsam damit ihren neuen Freunden die Regionen Brandenburg und Berlin entdecken. „Wir hoffen, dass wir der Gruppe aus Chemillé ein ebenso schönes Programm anbieten zu können wie jenes, dass in Frankreich durchgeführt wurde“, Elias.

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